Was im Sommer 2009 als Idee begann und von Achim
ausgearbeitet und vorbereitet wurde, rückte immer näher und so trafen
die Teilnehmer dieser 4 Tage Tour zum vereinbarten Treffpunkt an der
Araltanke in Hittfeld ein. Einige trafen sich bereits in Norderstedt bei
Walli, andere fuhren direkt nach Hittfeld.
Nach
obligatorischem Begrüßungsgeknuddel und Tourbesprechung fuhren wir mit
19 Motorrädern unter der Führung von Bernd (Antobo) bei bedecktem Himmel
los.
Es ging über Land – und Kreisstraßen Richtung
Jesteburg, Schneverdingen, Visselhövede durch den Schaumburger Wald
bis ins Weserbergland zu unserem Ziel in Hehlen/Daspe, welches wir gegen
17 Uhr erreichten. Eine schöne Fahrt. Problemlos und gut geführt.
Zwischendurch gab es ein bisschen Regen. Das war aber nicht der Rede
wert.
Nun mussten die Leute erst einmal untergebracht
werden. Einige blieben im Haupthaus, andere wurden im Gästehaus, wenige
Hundert Meter entfernt untergebracht. Das Abendessen sollte um 19 Uhr
gereicht werden. Da hatte man genug Zeit sich einzurichten und
umzuziehen.
Pünktlich wie die Motorradfahrer traf man im
Innenhof zum Grillen zusammen. Es gab Steaks, Wurst, Brot und Salate.
Das war lecker, allerdings wurde es am Abend zusehends frisch (saukalt)
und so verzogen sich die Meisten gegen 22 Uhr ins warme Bettchen.
Freitag um 8 Uhr gab es Frühstück in Buffetform. Da
greift man gerne zu. Noch`n Käffchen
J.
Um 10 erklärte unser heutiger Roadcaptain Achim die
Tour. Bei trockenem aber bedecktem Himmel ging es mit 21 Motorrädern
los, denn Christian und Irina waren bereit vor uns angekommen.
Wir fuhren über kleinere Straßen über Ottenstein –
Serpentinen vom Feinsten und Kurven ohne Ende nach Polle. Hier ging es
mit der Seilzugfähre über die Weser. Wir hatten die Fähre für uns und
passten so eben alle drauf. Da ich in diesem Konvoi ganz hinten fuhr,
hatte ich eine gute Übersicht und das sah verdammt gut aus mit soo
vielen Bikes. Irgendwann kamen wir natürlich auch nach Uslar am Tourer
Haus Fuchs an. Hier war es unerwartet voll und wir hatten Mühe
vernünftig zu parken.
So machten wir eine ausgiebige Pause, denn es gab einiges zu sehen.
Von hier ging es auf anderen Wegen wieder in
Richtung Heimat, wo wir gegen 18 Uhr nach immerhin 217 km eintrafen. Die
Tour führte über ziemlich anspruchsvolle Straßen was alle Teilnehmer
sehr gut meisterten. Danke an Achim für die schöne Tour.
Abends wurde wieder gegrillt. Heute gab es
Spanferkel mit allem Drum und Dran. War auch sehr lecker.
Nach dem Essen konnten wir uns alle in den
Frühstücksraum zusammensetzen weil es doch am Abend wieder sehr kühl
wurde. Aber so richtig alt wurde an diesem Abend auch keiner.
Sonnabend morgen im Regen zum Frühstück. Da das
Wetter keinerlei Anstalten machte sich zu bessern, machte man den
Vorschlag mit dem Bus nach Hameln zu fahren und die Stadt zu erkunden.
Die Meisten folgten dem Vorschlag. Es gab da aber fünf Eisenharte, die
trotzdem Motorrad fahren wollten. Christian, Irina, Klene, Sonja und
ich. Bei Regen fuhren wir auf den Köterberg. Oben standen aber noch
andere Motorräder. Da es recht kühl war, schaute ich auf ein Thermometer
am Köterberghaus. -1 Grad. Oha, das hätte ich nicht gedacht. Rein in die
Gaststube und heisse Schokolade trinken.
Von hier ging es nach Albaxen zur Tonenburg und die Pirones begrüßen.
Da es auch hier sehr voll war, hat man schnell Bekannte getroffen und
geklönt.
Der Regen wurde auch weniger und so fuhren wir fast
trocken zur Unterkunft. Unterwegs besorgten wir uns Kuchen. Klene sorgte
für Kaffee und wir trafen uns im Gemeinschaftsraum und hatten viel Spaß
beim Spielen.
Später kamen auch die Busfahrer wieder
und man traf sich zum Abendessen im Frühstücksraum.
Da auch noch andere Gäste im Haupthaus
untergebracht waren die sich nicht gerade ruhig verhalten haben, hatten
einige eine unruhige Nacht.
Am Sonntag schien die Sonne. Nach dem Frühstück
verabschiedeten sich einige Stammtischler die über die BAB zurückfahren
wollten.
Die anderen reihten sich hinter Achim ein. So
fuhren wir mit 15 Motorrädern eine tolle Sonntagstour über Landstrassen
nach Norden. Erst kurz vor Hamburg löste man sich so langsam auf. War
ein tolles Wochenende. Ich freue mich auf 2011.
Thomas (ABV)
Sonntagstour
nach Brokstedt
Die schlechte Nachricht zuerst – es gibt leider keine Bilder
-
Ganz kurzfristig hatte ich für den 18.10.09 eine Sonntagstour nach Brokstedt
zum Teilemarkt angeboten. Einerseits über das Forum und andererseits auch
per Mail darüber informiert.
Heute so gegen 10:00 Uhr am Moby war es dann soweit und es trafen sich doch
sage und schreibe 22 Leute mit ihren Bikes.
Nach dem obligatorischen Hallo und Geknuddel und einigen
ersten Benzingesprächen machten wir uns dann im ganz großen Konvoi auf den
Weg.
Wir fuhren gen Westen über die Ochsenzoller Str. und dann über den
Friedrichsgaber Weg und weiter über die Waldstrasse raus aus der Metropole
„Norderstedt“ nach Quickborn. Wir folgten der Nase und die suchte doch
möglichst kurvige Strecken. Mal so nebenbei erwähnt – es war saukalt. So
fuhren wir über Hemdingen in Richtung Ellerhoop, weiter über Bevern nach
Barmstedt und von dort über Brande-Hörnerkirchen und Bokel nach Wrist. In
Wrist dann kurz rechts und gleich wieder links nach Quarnstedt, Borstel und
schließlich zum Zielort „Brokstedt“.
Die Strecke ist doch immer wieder sehr schön zu fahren.
Saubere Strassen und auch insbesondere bei so einer Witterung wie heute gut
fahrbare Kurven.
In Brokstedt am Holstein-Ring angekommen mussten wir uns
ersteinmal sortieren und brav alle gemeinsam in die lange Schlange auf der
Zuwegung zum Parkplatz stellen. Die Geldbörse gezückt und einen Euro
herausgefischt, für die Parkgebühren. Das dauert alles so seine Zeit, bis 22
Leute das hinbekommen haben. Die Zeremonie mit dem Einparken müssen wir aber
auch noch mal üben, das habe ich schon fixer gesehen. Da können wir uns ja
im kommenden Jahr mal zu einem Übungssonntag verabreden. Nachdem nun alle
ihr Bike abgestellt und gesichert, ihre überflüssigen Klamotten und den Helm
verstaut haben, ging es weiter in die nächste Schlange vorm Kassenhäuschen.
Hier mussten wir noch mal jeder 3,-€ locker machen, erhielten dafür aber
auch eine hochwertige Eintrittkarte und einen Stempel auf die Hand. Ich
denke, dass das Preis-Leistungsverhältnis ok war.
Nun endlich auf dem Gelände angekommen, wurde erstmal das
Häuschen mit den Herzchen angesteuert. Das hat auch so seine Zeit in
Anspruch genommen, weil nach der sehr kalten Tour die Suche nach dem „Besten
Stück“ nicht so einfach war.
Wir haben ja Zeit.
Anschließend ging es dann weiter, rauf aufs Gelände und aus
dem Staunen nicht mehr rauskommen. Das war schon beeindruckend, mit was die
Händler versucht haben, Geld zu verdienen. Erstaunlicherweise blieb es nicht
bei Versuchen, es hat viele Male sogar geklappt. Die Leute schleppten Dinge
vom Acker, so was hätte ich mich nicht getraut in den Sperrmüll zu stellen.
So schlenderten wir durch die Gänge an den Ständen vorbei und staunten und
schauten und wunderten und amüsierten uns köstlich.
Zwischendurch, Laufen macht bekanntlich hungrig, gönnten wir
uns auch ne Wurst von Hella. Nach einigen Stunden auf dem Gelände hatten wir
uns nicht nur sattgegessen sondern auch sattgesehen. Wir gingen wieder zu
unseren Bikes und auf dem Weg dorthin bestaunten wir noch diverse auf dem
Parkplatz abgestellte Oldtimer und Youngtimer. Da waren auch richte Schätze
dabei.
Nun gut, also hieß es nun wieder für alle 22 - Klamotten auspacken,
anplünnen und rauf aufs Bike. Wir fuhren vom Gelände runter, es war eine
Einbahnstrassenregelung eingerichtet worden, quer durch die Pampa und zurück
in den Ort Brokstedt. Rechts ab und die gekommene Strecke zurück gen Heimat.
In Wrist haben wir einen Tank- und Pinkelstopp eingelegt. Hier ging es
schneller, weil wir noch nicht so lange unterwegs waren und die Temperaturen
auch gnädiger waren. Wir fuhren also wieder über Bokel und dann links ab
über Lutzhorn nach Barmstedt. In Barmstedt mussten wir uns dann aber mit dem
ganzen Konvoi durch den Ort quälen, was angesichts 22 Bikes nicht so einfach
war. Wir sind aber geübt und somit war das keine wirklich große Aufgabe.
Weiter in Richtung Hemdingen und dort dann rechts ab Richtung Quickborn. Von
Quickborn über Ellerau nach Norderstedt, wo wir uns an der neuen Kreuzung
bei ehemaligen „Ellerbrocks“ verabschiedet haben. Für mich war diese tolle
Sonntagstour bei anfangs bedenklichen Temperaturen kurze Zeit später zuende.
Es hat mächtig viel Spaß gemacht und ich möchte mich hiermit bei allen
Teilnehmern herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen in mich als
Roadcaptain bedanken.
Son schiet, nun sehe ich erst, dass beim Schreiben dieses
Berichtes die 2-Taste geklemmt hat.
Egal – es war ne schöne Tour mit Harley-Peter *grins*
Viele Grüße
Achim
Sonntagstour
20.09.2009
Bei schönstem Wetter trafen sich 8 Biker mit 6
Motorrädern auf dem Parkplatz am Moby zur Sonntäglichen Ausfahrt. Auf
dem Moby Foto sind zwar zwei mehr drauf – die hatten aber noch andere
Termine und haben somit eine schöne Tour verpasst. Von Kollegen hatte
ich Vielversprechendes vom Museumshafen in Bremerhafen gehört. Somit
machte ich den Vorschlag dorthin zu fahren und das wurde gerne
angenommen. So fuhren wir erstmal auf die BAB in Schnelsen und standen
kurz darauf in einem Stau vor dem Elbtunnel. Es ging einfach nicht
weiter. Harley – Peter meinte, dass es auf der anderen Seite der Elbe
mit dem Stau so weitergeht. Darauf hatte wirklich keiner Lust und so
verließen wir die Autobahn an der AS Othmarschen und fuhren über die
Elbchaussee Stadteinwärts. Hier ging es recht flott voran. So kamen wir
an den Landungsbrücken vorbei, dann rechts durch die Hafencity in den
Freihafen. Auf der Köhlbrandbrücke (tolle Aussicht) sah man das ganze
Dilemma auf der Autobahn. Peter hatte Recht gehabt. Gut das wir durch
die Stadt gefahren sind
J .
Stressfrei kamen wir durch Finkenwerder, an Airbus vorbei bis zum Lühe
Anleger. Hier hatte ich eine Pause eingeplant. Obwohl es noch
verhältnismäßig früh war, war hier schon einiges los. Ab hier wollte ich
natürlich über Landstraße fahren und so programmierte ich erst hier das
Navi. Nach ausgiebig Speis, Trank und Nikotin fuhren wir weiter Richtung
Stade. Von hier ging es auf der B 74 weiter nach Bremervörde wo wir gut
durch die Stadt kamen. Ab hier teilt sich die Bundesstrasse in B 74 / B
71 und ist durch offensichtlich viele Wildunfälle des Öfteren in der
Geschwindigkeit gedrosselt. Man sieht auch diverse Hinweisschilder über
Wildunfälle. Na, wir wollten eh nicht rasen und so kamen wir gemütlich
in Bremerhafen an, fanden auch schnell den Museumshafen, nun noch das
Moped abstellen und gut.
Als erstes fällt einem das U Boot auf welches gleich
vornean im Wasser liegt. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen
lassen und so hieß es schon ein paar Minuten später: Rockers an Bord
J Es ist nicht ganz so groß wie
ein Atom U Boot aber wesentlich größer als das U Boot in Laboe und
selbst ich -194 cm- hatte kaum Problem an Bord.
Natürlich habe ich mir den Kopf gestoßen, aber ich glaube alle anderen
auch
J
Die Besichtigung war sehr beeindruckend und man konnte sich so halbwegs
vorstellen, wie es im Einsatz unter Wasser an Bord zuging…….
Im Anschluss spazierten wir noch durch den Museumshafen wo natürlich
auch noch jede andere Menge an Schiffen lag. Schließlich landeten wir
auf der Piazza beim Italiener, wo wir Kraft für die Rückfahrt tankten.
Einige brauchten dafür eine Pizza (sah lecker aus) – andere nur
Cappuchino und Kuchen und so machten wir uns bald auf die Rücktour. Aus
Bremerhafen heraus erstmal auf die Tanke. Es stelle sich heraus, dass
die Virago 535 nicht für Sozius geeignet ist, denn dem Lars tat ganz
schön der Hintern weh. Also öfters eine kleine Pause. Machen wir gerne.
(Da freuen sich die Raucher).
Hier bewölkte es sich und ich befürchtete schon die große Dusche. Es
blieb aber trocken – und warm. Wir kamen gut voran. Bei Stade fuhren wir
auf die B 73 Richtung Hamburg und kamen kurz darauf auf die BAB 26. Ich
war sehr lange hier nicht gefahren und wusste davon nichts dass hier
eine Autobahn verläuft. Die endete aber schon in Horneburg und so ging
es weiter auf der B 73. Bei Buxtehude obligatorisch Stau vor der Ampel.
Kurz vor Heimfeld bogen wir links ab Richtung Moorburg. Hier noch ein
letzter Stop und Verabschiedung und dann weiter nach Waltershof, auf die
A7 und ab nach Hause. Nun war es auch schon 19.30Uhr.
War eine schöne Tour mit Euch.
Thomas (ABV)
Blümchenpflückertour
Treffen war wie immer um 10 Uhr auf dem Parkplatz bei
Moby Dick.
So nach und nach trudelten einige Teilnehmer ein so dass wir
letztendlich 12 Teilnehmer waren... was mich überrascht hat und auch
sehr gefreut.
Achim überreichte mir erstmal eine Blume als Symbol für die
Blümchenpflückertour..
Von Norderstedt ging es Richtung Hasloh nach
Quickborn...erster Stop...tanken.
Nachdem also nun alle den Lebenssaft für ihre Bikes hatten ging die
Reise Richtung Barmstedt ,Gross Nordende ,Klein Nordende, Horst Richtung
Glückstadt.
Kurz vor Glückstadt sind wir dann Richtung Barsfleth abgebogen und
fuhren dann an schönen Häuser und auf der anderen Seite der Deich
Richtung Störbrücke.
Als guter Roadcaptain habe ich natürlich organisiert dass diese in dem
Moment hochgeklappt wird als wir daraufzufuhren. (smile)
Dort konnten wir dann 15 Minuten die Landschaft geniessen und die
Raucher ihre Sucht befriedigen.
Von dort ging es dann immer an der Elbe entlang durch die Dörfer
Brokdorf, St Margarethen Richtung Brunsbüttel.
Dort habe ich dann ein Schiff gechartert... ok andere durften auch
mitfahren... und wir haben den Nord Ostsee Kanal überquert.
Am Hafen wo gerade Hafenfest war haben wir uns dann erstmal mit Wurst,
Fischbrötchen und diversen Getränken gestärkt.
Einige wollten die Durchfahrt der Aida am Abend noch miterleben, aber
wir wollten weiter.
Die Reise ging von Brunsbüttel nach Averlack, Buchholz und Burg (Kreis
Dithmarschen) wo wir dann zum zweiten male den Kanal überquerten.
Auf Landschaftlich schönen Straßen ging es dann nach Wilster,
Heiligenstedten, Krempe, Glückstadt und der nächste Pausenstopp das
allseits beliebte und bekannte Kollmar.
Auf diese Idee sind an diesem Tage noch andere Biker
gekommen, wir mussten in der Mitte des Autoparkplatzes parken.
Auch dort wieder Stärkung durch Eis, Fischbrötchen und Getränke....
Nachdem dann alle sich satt gesehen haben an der Idylle der Elbe ging es
die Heimreise anzutreten...nicht ohne noch mal in Elmshorn zu tanken und
das stille Örtchen aufzusuchen. Edit durch Administrator
Start Dort kamen wir jedoch in zwei Gruppen an, da wir bei der
Abfahrt in Kollmar doch glatt 4 Leute haben stehen lassen.
Edit durch Administrator Ende
Die fahrt führte über Uetersen, Appen, Pinneberg, Hasloh nach
Bönningstedt.
Dort wurde zum Abschluss noch ein Gruppenfoto gemacht auch mit der
inzwischen welken Blume. Die hat sich aber in einer Vase mit reichlich
Wasser wieder erholt.
Mir hat es gefallen euch diese Tour zu zeigen und mit euch zu fahren.
Werde bei der nächsten daran denken in Ortschaften die Geschwindigkeit
so anzupassen, dass die Hinteren nicht Gefahr laufen ihren Führerschein
zu verlieren wenn sie Anschluss halten wollen.
Freu mich auf die nächste Tour und hoffe das dann Anja auch dabei sein
kann.
Gruss Rüdiger
Sommertour
2009
Ziemlich pünktlich starteten 11 Biker bei schönstem
Sommerwetter (deshalb ja auch Sommertour) vom Moby.
Leider musste Günther kurzfristig absagen, weil
seine Rapsmühle nicht so wollte wie er. Aber besser vor der Tour als
während der Fahrt.
Ich hoffe, Günther bekommt sein Bike wieder hin.
Wem noch nicht klar war, daß Jockel unser Road Captain
war, merkte dieses spätestens vor / in Wiemerskamp; wurde doch von zwei
Möglichkeiten die Version mit dem Kopfsteinpflaster am
Duvenstedter Brook entlang gewählt.
Eine gute Einstimmung auf die noch folgenden Ortsdurchfahrten im
neueren Teil unserer Republik. Weiter ging es zügig nach Jersbek und
dann am Golfplatz vorbei auf vielen kleinen und kleinsten Strassen durch
"Steinburg".
Auch unter Zuhilfenahme einer Radwanderkarte erinnere ich mich nur an
wenige Orte, als da wären Eichede, Linau, Köthel, Mühlenrade u.ä. Die
Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständig- und Richtigkeit.
Ich glaube auch mal ein Hinweisschild auf irgendein "Pampau" erkannt
zu haben.
Nach gut 1,5 Stunden erreichten wir unseren ersten Stop, das Gasthaus
Schiffers Rast in Wietzeeze am Elbe Lübeck Kanal, die auch Biker
(und nicht nur Schiffer) bewirten. Hier
erfrischten wir uns für die nächste Herausforderung "wenden auf einem
Stoppelfeld" um aus einer Sackgasse herauszukommen.
Sch.... Navi.
Jockel lotste uns dann über weitere viele
kurvenreiche Strässchen und durch die bereits oben erwähnten blühenden
Dörfer sehr zügig und sicher nach Vielank ins bzw. besser vor das
gleichnamige Brauhaus.
Hier wurde eine Stärkung eingenommen.
Ein eigens für uns engagierter, mindestens 20
köpfiger Chantychor sollte für musikalische Untermalung sorgen.
Wir zogen aber den luftigen Wintergarten vor, um
nicht in der prallen Sonne zu sitzen, und hatten so etwas mehr vom
leckeren Essen und etwas weniger vom Chantychor.
Danach war bis Neustadt (an der B 195)
"freies" Fahren angesagt. Dieses wurde gern von ALLEN angenommen.
Leider verhinderten eine ca. 5 km lange Strecke mit Rollsplitt und eine
lange, lange Baustellendurchfahrt auf reinem Schotter die geplanten
Geschwindigkeitsrekorde. Trotzdem hat dieser Teil der Tour besonders
viel Spaß gemacht.
Nach Neustadt ging es in alter Konvoiformation über Geesthacht an dem
mit Bundeswehrnetzen getarnten "Fotoatelier" vorbei nach Bergedorf.
Hier im "Sander Dickkopp" einem schönen Biergarten fand
der Ausklang statt.
Die Gruppe dankte Jockel für diese tolle Tour, die
sicher als eine der legendärsten in die Analen der BU eingehen wird.
Nach 8 Stunden und circa 300 km endete die Fahrt,
für alle, die sich nicht vorher ausklinkten, am Moby.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:
ES WAR EINE SUPERTOUR.
Jockel nochmals vielen Dank.
Bernd (Antobo)
BU-Stammtisch
Norderstedt beim BSVH e.V.
Im vergangenen Jahr hatten wir uns daran erinnert,
dass wir schon ein paar Mal mit der Blindenschule Hamburg eine Aktion
veranstaltet haben und damit den blinden Kinder die Möglichkeit anboten,
eine Runde mit dem Motorrad zu drehen.
Die Blindenschule selbst hatte nach Rückfrage
jedoch kein wirkliches und weiteres Interesse mehr an dieser Aktion
gezeigt – schade -
Über die Blindenschule wurde aber der Blinden und
Sehbehindertenverein Hamburg e.V.
www.BSVH.org auf uns aufmerksam und trat mit uns in Kontakt. Der
Aufhänger dafür war die für 2009 geplante Feier zum 100-jährigen
Bestehen des BSVH. Nach einigen Telefonaten und Mails haben Tina und ich
dann im Herbst 2008 eine Einladung des BSVH angenommen und den BSVH im
Holsteinischen Kamp besucht. Wir erhielten eine kurze Führung durch die
Einrichtung und sprachen anschließend mit dem Festausschuss des BSVH
über die geplanten Aktionen und den anvisierten Termin. Als Termin wurde
der 06. Juni ausgeguckt und wir vom BU-Stammtisch Norderstedt wollten
das Jubiläum mit Motorradrundfahrten für die Blinden, Sehbehinderten und
alle anderen Interessierten unterstützen.
Tina und ich haben uns anschließend mehrfach die
Örtlichkeiten und insbesondere die Strassenverkehrssituation angesehen.
Daraus entstanden dann die Streckenvorschläge für die Rundfahrten und
für einen Abschlusskonvoi. Diese Vorschläge wurden durch den BSVH der
zuständigen Polizeidirektion zur Prüfung vorgelegt.
Von dort gab es keine Einwände aber leider auch
keine Unterstützung in Form von polizeilicher Streckensicherung usw.
Egal, wir sind ja alle Profis *schmunzel*.
Diverse Male haben wir am Stammtisch über die
Aktionen beim BSVH gesprochen und es haben sich einige Unterstützer
gefunden, die am 06.06.09 dabei sein wollten. – prima -
Eine Delegation vom BSVH hatte uns am 1. April bei
unserem Stammtisch besucht und angeboten, die für die
Motorradrundfahrten nötigen Helme und Jacken beim Juni-Stammtisch
abzuholen, damit wir die Sachen am 06. Juni nicht auf den Bikes
mitschleppen müssten.
Am 03.06.09 war dann der letzte Stammtisch vor der
Aktion, der BSVH war da und wir haben die letzten Details besprochen.
Nun stand der Aktion also nix mehr im Wege, ausser die Wetterprognosen.
Dann war er da, der 06. Juni. Petrus zeigte sich
gnädig und wir trafen uns mit einigen Leuten bei optimalen Bedingungen
am Moby. Alle Anderen fuhren direkt zum BSVH.
Gegen 11:20 Uhr trafen wir im Holsteinischen Kamp
ein und dort war das Fest bereits im Gange. Wiebke bot uns eine
exklusive Führung durch die Einrichtung an, die von allen gerne
angenommen wurde. Wir durften eindrucksvolle Erfahrungen mitnehmen.
Alles Gesehene, von Hilfsmitteln für Blinde, über Brillen, die eine
Sehbehinderung verdeutlichten bis zum Ruhe- und Entspannungsraum und
abschließend ein Blick in das Rundfunkstudio und den Druckerraum für die
Erstellung von Dokumente in Brailleschrift, hinterließ Eindrücke, die
sicher nachhaltig bleiben werden.
Nach der Führung ging es nun los – die Rundfahrten
sollten beginnen. Erst etwas verhalten, dann aber mit wachsendem
Interesse und steigender Begeisterung ging es Schlag auf Schlag und
Nonstop, Runde für Runde durch das Stadtgebiet rund um die Einrichtung.
Der von Tina und mir vorgeschlagene Kurs wurde ganz schnell und
individuell verlassen und erweitert, da die Mitfahrer/innen irgendwie
nicht genug bekommen konnten. Überall und bei Allen gab es ein breites
Grinsen auf den Gesichtern und riesige Freude über die Aktion. Manch ein
Mitfahrer hatte gleich die Chance genutzt und unterschiedliche
Motorräder ausprobiert.
So ging das also von 12:00 bis 16:00 Uhr.
Irina und Tina hatten alle Hände voll zu tun, um
die Teilnehmer mit Helmen und Jacken zu versorgen, an- und auszukleiden,
zu erklären, zu ermuntern und zu den Motorrädern zu führen. Das war ganz
große Klasse und führte dazu, dass alles immer und zu jeder Zeit ganz
entspannt blieb. Das Auf- und Absteigen war fast jedes Mal ein kleines
Abenteuer und machte mehr oder weniger kleine oder größere Problemchen.
Es ging aber immer, Dank der vielen Helfer, gut. Auch einige der
Betreuer der Einrichtung und diverse Kinder nutzten natürlich ihre
Chance auf eine Runde mit dem Motorrad. Warum auch nicht.
Zwischendurch hatten wir immer mal wieder die
Möglichkeit, uns einen Kaffee, einen Kuchen oder ne Wurst zu holen, also
ne kurze Pause einzulegen. Thomas (ABV) hatte die ganze Zeit seine
Knipskiste im Einsatz und hat die Aktionen im Bild festgehalten.
Kurz nach 16:00 Uhr war es dann soweit und Herr
Nowotny, der einzige Polizeibeamte, der uns unterstützen durfte, sollte
nun endlich gefordert werden. Der Abschlusskonvoi sollte starten. Nun
hieß es wieder – Helm auf, Jacke an, rauf aufs Bike - und los.
Nach kurzer endgültiger Abstimmung der Route ging
es los. Natürlich die Strassenverkehrsordnung beachtend und dem
Versprechen auf jeden Fall bei Rot zu halten *grins* fuhren wir los.
Rechts vor links? – egal. Weiter gings. Auf der
Hamburger Strasse machte dann doch vollkommen unerwartet eine Ampel
Anstalten auf rot zu schalten, während er Konvoi vorbeirollte – auch
egal – und weiter *grins*
Der Polizeibeamte nahm seinen Job aber sehr ernst
und stoppte tatsächlich bei jeder Ampel, die bereits für ihn rot wurde –
schade. Am Ende waren aber alle und insbesondere die Mitfahrer/innen
sehr glücklich und zufrieden. Zurück am Holsteinischen Kamp waren alle
happy. Nur zufriedene und glückliche Gesichter und sehr positives
Feedback zu der Aktion.
- toll - Ein so großer Erfolg war fast nicht zu
erwarten gewesen.
Es kamen spontan Ideen auf, dass der BSVH doch
öfters einen „Tag der offenen Tür“ veranstalten und wir das mit unseren
Möglichkeiten unterstützen sollten.
Wie sagt man so schön – schaun mer ma –
Für mich war das ein unvergesslicher Tag mit tollen
aber auch nachdenklich stimmenden Eindrücken.
DANKE an alle, die dabei waren.
Achim
BU-Stammtisch
Norderstedt im Harz
Da entstand im vergangenen Jahr so ganz spontan mal
eine Idee :-)
Wir wollten mal so ganz ohne besonderen Anlass ein
gemeinsames Wochenende verbringen, Motorradfahren, klönen, feiern und was
man sonst noch so tun kann.
Tina und ich haben das Wochenende vom 22.-24. Mai
ausgeguckt.
Bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft viel es
uns dann irgendwann auf, dass es sich um das Himmelfahrt-Wochenende handelt.
Die Erkenntnis kam aber auch nur deshalb, weil diverse Hotels und Pensionen
bereits fast ausgebucht waren und deshalb bei der Größenordnung von 15-20
Teilnehmern abgewunken haben.
Egal, nicht umsonst arbeite ich bei meinem
Brötchengeber in der Abteilung für Organisation und Prozessgestaltung. So
haben wir dann nach intensiver Suche das Pony-Hotel-Osterode ausgegraben,
welches eigentlich geschlossen hatte und der Inhaber sich nun aber
entschloss, doch wieder zu öffnen. Dem Inhaber haben wir signalisiert, dass
es wohl so 15-20 Teilnehmer/innen werden könnten. Um die Anmeldungen zu
kanalisieren und die Teilnehmer unter einem gemeinsamen Begriff
zusammenfassen zu können, hat der Inhaber das Kennwort „Hexenhaus“ für die
Anmeldungen vorgeschlagen. Nun konnte es also losgehen und alle nötigen
Informationen wurden im Forum und als Mail bekanntgegeben.
Die Anmelderei startete auch sofort durch, erst
schleppend, dann aber mit zunehmender Geschwindigkeit. Nach ein paar Wochen
waren dann über 30 Anmeldungen auf der Liste.
Die Zeit verging, ein paar Buchungen wurden storniert
und neue kamen wieder hinzu.
Da es sich, wie bereits oben erwähnt, um ein sehr
langes Wochenende handelt, konnten so einige Leute bereits am Donnerstag und
der Rest dann erst am Freitag anreisen. Daraus entwickelten sich dann auch
unterschiedliche Anreisegrüppchen.
In der KW21 hat sich für Tina und mich dann noch der
günstige Umstand ergeben, dass auch wir bereist am Donnerstag anreisen
konnten. Tina hat sich dazu am Dienstag und Mittwoch ordentlich ins Zeug
gelegt, und ihre Arbeit vom Freitag zu 100% vorgeholt.
Dann war er auch schon da, der 22. Mai. Aufstehen,
frühstücken, freuen, packen, Bikes vorbereiten, weiter freuen, Telefonat
annehmen, nicht mehr so doll freuen, weil Irina mitteilte, dass sie
vorsichtshalber noch mal beim Inhaber des Hotels anrief und leider
feststellen musste, dass sie und Christian wider Erwarten doch kein Zimmer
haben. Das nahm ich zum Anlass, auch noch mal anzurufen und wir stellten
gemeinsam eine Differenz von 6 Personen fest. Ich hatte 28 und der Wirt nur
22 unter dem Stichwort „Hexenhaus“. Bis auf Irina und Christian, die leider
auf der Liste verschollen blieben, konnten wir aber alles aufklären.
Um 12 Uhr war es dann soweit, wir fuhren los, trafen
uns an der Shell-Tanke in Ellerau mit Otto. Auf der Tanke war der Bär los.
Einige Trecker mit Anhänger und schon so „leicht“ angetüddelten Mitfahrern,
jede Menge musikalischer Radau, man konnte sein eigenes Wort nicht
verstehen. Wir haben unsere Tanks vollgeschüttet und dann gings auf die
Bahn. Bis Marmsdorf und dann über die B75/B3 in Richtung Harz. Das war eine
schöne und entspannte Anreise mit einigen Stopps. Wir entschlossen uns auch
über Goslar und durch den Harz nach Kamschlacken zu fahren. Zwischenstopp in
Claustal-Zellerfeld zum erneuten Tanken. Leider mussten wir später
akzeptieren, dass uns genau dieser Tankstopp ein ziemlich nasses Feld
bereiten sollte, wir kamen nämlich dadurch ins das einzige Unwetter des
Tages L
Was solls, trocknet ja wieder.
Im Pony-Hotel angekommen, die Motorräder einparken
und die Zimmer übernehmen.
Nasse Klamotten vom Leib, auspacken, umziehen è
Wochenende *yippi*
Da war ja schon ne Menge los. Die Meisten, die am
Donnerstag anreisen wollten, waren schon da. Nun konnte die Party
losgehen. Ein zwei Bierchen, schön was Essen, klönen, lästern, und so
weiter. Für den Freitag hatten wir uns das Ziel Hasselfelde
(Pullman-City) ausgesucht.
Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen
Frühstück ging es los. Erst zum Tanken und dann Richtung Hasselfelde.
Chrischi mit deinem programmierten Navi vorneweg.
Die ersten Kilometer hatte er nur einen Teil der
Gruppe hinter sich, weil er doch glatt ein paar Leute an der Tanke
stehen gelassen hat. Kurz vor Braunlage waren wir dann aber komplett.
Wir fuhren und fuhren und Chrischi
donnerte doch glatt an der Abzweigung vorbei, wo er rechts ab wollte. Ok,
dann machen wir halt ne Pause. Kurze Wende und die richtig Route
genommen, nun ich vorneweg. In Pullman-City angekommen gab es am Eingang
eine kurze Diskussion um den Eintrittspreis. Wenn wir schon mit 15 Bikes
ankommen, so muss doch wohl ein wenig Rabatt drinliegen. Der Knabe am
Einlass wollte von Jedem 10,-€ haben. An der Kasse hat sich nach kurzem
Gespräch herausgestellt, dass es aber nur 5,-€ kosten sollte, der Preis
war ok. Da hat der Knabe allen, die vor uns reinfuhren den doppelten
Preis abgeknöpft. Wir also alle die 5,- bezahlt und rein.
Die Bikes haben wir auf der Mainstreet geparkt. So
ein zwei Teilnehmer fanden die Hinfahrt zu flott und mussten ihren Unmut
ersteinmal loswerden. Nachdem das erledigt war, haben wir die
Westernstadt in unterschiedliche Grüppchen erforscht. War ganz nett und
wir haben sogar noch den Stammtisch Schwerin getroffen. Kurz vor 15 Uhr
mussten wir die Mainstreet räumen, was wir zum Anlass nahmen
aufzubrechen und noch ne schöne Tour durch den Harz zu unternehmen. Ich
wieder vorneweg, diesmal „etwas“ gemäßigter. Tina hatte leider
zwischenzeitlich ihre Sonnebrille zerlegt und somit hieß es dann „neue
Sonnenbrille kaufen“.
Auf dem Heimweg zum Hotel kamen wir durch Braunlage
und dort habe ich den Konvoi an Chrischi übergeben, welcher die Gruppe
zum Hotel führen sollte. Tina und ich parkten, schlossen unsere Helme an
und gingen zum ersten Laden. Mir viel dabei auf, dass irgendjemand
scheinbar das Licht draussen ausgeknipst hatte, drehte mich um und es
kam eine schwarze Unwetterwand auf uns zu. Kurzerhand die Helme von den
Moppeds geholt, die wären sonst vollgelaufen, und einkaufen gegangen.
Später zurück am Hotel erfuhren wir, dass der Rest der Gruppe genau ins
Unwetter fuhr und sie „ein wenig“ nass wurden.
Was solls, trocknet ja wieder.
Eigentlich wollten wir an dem Abend zum BH29 und dort
Bratkartoffeln mit Riesenfrikadellen essen. Erstens machte das Wetter
einen Strich durch die Rechung und ausserdem hatte eine andere Gruppe
aus unserem Hotel nicht „so“ gut von dem Laden berichtet. So blieben wir
also schön gemütlich im Pony-Hotel und verbrachten einen sehr netten
Abend. Nach wiederum einer erholsamen Nacht und üppigem Frühstück stand
am Samstag nun die große Harzrundtour auf dem Programm. Sandra, Rike und
Jogi mussten uns leider vorzeitig verlassen und fuhren gen Heimat.
Thomas (ABV) hatte sich mittlerweile bereiterklärt, die zweite Gruppe
anzuführen. So bildeten wir eine ruhige Gruppe mit Choppern und den
Tourern, die nicht so zügig fahren wollten und eine weitere Gruppe
ausschließlich mit Tourern, die zügiger die Kurven nehmen wollten. Die
zügige Gruppe hatte ich hinter mir. Wir fuhren die gleiche Route und
somit hatten wir die Chance, uns an den Pausenpunkten zu treffen. Der
erste Teil der Tour war nicht so doll, weil in Braunlage und bei
Rübeland Stau war. Danach lief es dafür aber umso besser. An der
Rappbodetalsperre war der erste Stopp und dort trafen wir uns auch alle
wieder.Von dort ging es dann richtig schön zügig durchs Bodetal und
rüber nach Hayn, wo wir Mittag machen wollten.
Kurz vor Hayn überholt mich Ralf und teilt mir mit,
dass wir irgendwie zwei Leute verloren haben. Wir also angehalten und
stellten fest, dass wir nicht 2 sondern 3 verloren haben. Es fehlten
Tina, Chrischi und der Schwede. Kurzerhand die Handys gezückt und
versucht, einen der drei zu erreichen, was natürlich nicht gelang, warum
auch. Ich habe den Rest der Gruppe zu unserem Mittagstreff in Hayn
geschickt und bin selbst zurückgefahren. Unterwegs erreichte mich dann
ein Anruf von Chrischi und er erzählte mir, dass sie diverse Sachen
einsammeln mussten die der Schwede auf schlechter Wegstrecke aus
seinem unverschlossen Topcase in der Landschaft verteilt hatte. Schön,
dass es kein schlimmer Grund war, weshalb wir die drei verloren hatten.
Im Auerhahn in Hayn trafen wir uns in unserer Gruppe später alle zum
Essen und nach einer guten halben Stunde rollte auch Thomas mit der
anderen Gruppe an.
Nach der Mittagspause kam nun eines der Highlights
- „Kyffhäuser“ *grins*
Unsere Gruppe fuhr ihn geschlossen und komplett bis
nach Bad Frankenhausen. Erst relativ zurückhalten und dann immer
flotter. Der Rückweg war schon richtig gut.
Nach kurzem Stopp haben sich Tina, Chrischi, Ralf
und ich dann noch mal auf die Strecke getraut und dabei dann alles
genutzt, was unsere Reifen so hergaben. Die Klene hat sich auch noch mal
alleine an den Berg gewagt.
Der Kyffhäuser war richtig klasse und macht
süchtig.
Anschließend fuhren wir über Rottleberode und
Ilfeld zum Netzkater. Schöne Strassen mit tollen Kurven, die man so
richtig schön ziehen konnte. Einfach nur geil.
Am Netzkater war der nächste Stopp geplant. Da
haben wir uns einen Kaffee gezogen und sind dann weiter auf relativ
direktem Wege zum Hotel.
Am Hotel angekommen, die andere Gruppe war schon
da, kurz umgezogen und einen schönen Grillabend verbracht. Eigentlich
wollten wir ja auch an dem Abend zum BH29, hatten aber morgens bei
Frühstück schon beschlossen, der Einladung unseres Wirts zum Grillen zu
folgen. So gegen 20 Uhr erreichte mich ein Anruf und dabei viel mir ein,
dass ich ja fairerweise beim BH29 hätte absagen sollen. Auf die Idee war
ich jedoch vorher nicht gekommen und nun war es zu spät. *upps*
Das war wieder ein schöner Abend mit netten
Menschen und vielen Gesprächen über alles und jedes. Kein Gemecker, kein
Getratsche, kein Gejammer, einfach nur nett. Das gefällt.
Am folgenden Morgen kam dann Abreisestimmung auf
und die Gruppe löste sich langsam auf. Glücklicherweise bekamen wir doch
noch einen relativ großen Haufen für ein Gruppenfoto zusammen.
Abends vorher war Jockel noch angereist und bot nun
eine flotte Tour durch den Harz an.
Die Meisten haben freundlich abgelehnt und so
blieben nur Tina, Otto und ich übrig, die mit Jockel dann so richtig
flott die nächsten Stunden im Harz verbrachten. Man kann auch noch
flotter fahren als wir es am Tag zuvor getan hatten. Es war sehr
entspannend mal einfach nur hinterher zu fahren und das Fahren zu
genießen.
Dann war leider „Abschied nehmen“ angesagt und wir
verließen den Harz. Auf direktem Wege über die B4 mit Zwischenhalt am
„Pilz“ und kurzer Stippvisite an Jockels Laden fuhren wir bei Geesthacht
über die Elbe und dann über Aumühle an die 404. Rappelvoll aber es lief
zumindest. Gegen 18 Uhr waren wir erschöpft aber sehr glücklich zu
hause.
Das war ein richtig geiles langes Wochenende mit
vielen netten Menschen und sehr schönen Motorradtouren.
2010 soll es ins Weserbergland gehen.
Viele Grüße
Achim
Frühschoppen beim
BU-Stammtisch Norderstedt am 26. April
Wie im vergangenen Jahr angekündigt, sollten wir nun
auch 2009 einen Frühschoppen veranstalten. Da sich mittlerweile
Wallis-Eck-Casino als unsere feste Stammtisch-Kneipe bestätigt hat und Walli
einen Frühschoppen sehr gerne unterstützen und mit ausrichten wollte,
stellte sich nun noch die Frage nach einem geeigneten Termin. Nach
intensiver Recherche im Kalender und Abwägung aller schon bestehenden
Termine hat sich der 26. April herausgeschält. Der sollte es nun sein.
Die nächste Aufgabe lag darin, eine Band zu finden. Ein
Aufruf in einem XING-Forum ergab doch tatsächlich interessante Kontakte.
Letztendlich viel dann aber doch unsere Wahl auf die Band des AMUN-MC.
Die Kontakte aus XING werden wir uns jedoch warm halten.
Unsere Eggi hatte für den Frühschoppen einen Flyer
entwickelt, mit dem dann auch die Werbung losgehen konnte. Der Flyer ging an
alle uns bekannten MCs, MFGs, Stammtische, usw. Ausserdem an die regionale
Presse, an NOA4 und diverse Foren. Die BU-aktiv, Bikers-News, Burning-Out
u.v.m. haben unsere Werbung erhalten und auch größtenteils veröffentlicht.
Am 26. April war es nun endlich soweit. Morgens liefen
noch verschiedene Vorbereitungen. Die Band baute auf und machte ihren
Soundcheck. Walli mit seinen Helfern sorgte für das leibliche Wohl und die
ersten Gäste kamen bereits gegen 10:00 Uhr. Es ging dann Schlag auf Schlag.
Ein Bike nach dem anderen rollte an. Es kamen immer mehr Bikes und so nahm
die Party ihren Lauf. Alles in allem waren es über 100 Gäste. ‚Amun’ rockte
was das Zeug hält, leider etwas im Verborgenen, weil eine übermannshohe
Hecke im Weg stand L
Das muss 2010 anders werden
J
Überall und wie in den vergangenen Jahren,
Benzingespräche, freundliche Gesichter, Ausgelassenheit,
Motorradbegutachtungen, dröhnende Bikes, uvm.
- Das ist Frühschoppen beim BU-Stammtisch
NorderstedtJ -
An dieser Stelle meinen allerherzlichsten Dank an alle
Helferlein vor und hinter den Kulissen.
Die Fördergemeinschaft Kinderkrebszentrum-Hamburg e.V.
kann sich demnächst über einen Scheck in Höhe von 205,- Euro freuen
J - Das ist doch was
Nächstes Jahr sehen wir uns dann alle wieder
beim Frühschoppen 2010.
Achim / BU-Stammtisch Norderstedt
Saisoneröffnung 2009 BU
Stammtisch Norderstedt
5. April 2009. Der BU Stammtisch rief zur
Saisoneröffnungstour. Über das Stammtischforum hatten sich bereits 20 Leute
angemeldet, andere warteten noch ab. (Ich nehme an auf schönes Wetter……..)
Da ich mit vielen Teilnehmern rechnete und das
„Starten“ von unserem sonstigen Treffpunkt dem „Moby“ Parkplatz sich
manchmal als schwierig erweist, sollten wir uns heute im Industriegebiet vor
unserem Stammtischlokal treffen.
Was ich nicht wusste, war die Tatsache, dass sich in
diesem Bereich ein relativ großer Flohmarkt am selben Tag breitmachte.
Dementsprechend war natürlich auch die Parksituation. Aber die Biker haben
so etwas natürlich voll im Griff und so trudelten nach und nach 30
Motorräder bei bedecktem Himmel und frischen 8 Grad ein. Das Wetter sollte
sich bessern.
Es waren auch einige neue Gesichter dabei was mich sehr
gefreut hat.
Nach ausfürlichem Bergrüßungszeremoniell und sonstigem
geknuddel kam noch der offizielle Teil, nämlich dem Erklären der
Konvoiregeln und dem Bestimmen des „Lumpensammlers“ was unser Chrischi gerne
übernahm. Jetzt noch schnell das obligatorische Foto und los ging`s.
Wir fuhren in Richtung Norden und waren relativ schnell
aus der Stadt. Es ging nach Bönningstedt, weiter nach Hasloh, am Golfplatz
vorbei und dann durch Kummerfeld nach Elmshorn wo wir aufgrund der
Verkehrsampeln das eine und andere Mal kurz anhalten mussten, weil der
Konvoi abgerissen war.
Als wir aus Elmshorn herausfuhren war der Konvoi aber
komplett und sah von vorne betrachtet richtig gut aus. So fuhren wir über
Bullendorf, Gehlensiel und Siethwende weiter nach Kollmar. Hier hatte ich
eine Pause eingeplant und diese wurde ausgiebig bei Kaffee oder Schokolade
genossen. Mittlerweile war auch die Sonne hinter den Wolken hervorgekommen
und schien für den Rest des schönen Tages. ( Hatte ich auch bestellt
J )
Außerdem waren wir der Hingucker schlechthin. Ist immer
noch `ne tolle Aktion wenn plötzlich 30 Bikes auf den Parkplatz knattern.
Ebenso spektakulär gestaltet sich natürlich die
Abfahrt.
Wir führen Richtung Glückstadt auf der B 431 und wurden
von diversen Autofahrern freudig angeblinkt weil kurz vor Glückstadt die
freundlichen Members vom MC Grün Weiß eine Geschwindigkeitsmessung
durchführten. Tja, das Wetter ist schön da kann man ja Mal…L
Wir bogen aber sowieso vorher rechts ab Richtung
Obendeich, Altendeich bis nach Borsfleth.
Hier wollten wir Mittagspause machen. Der Wirt hatte
mir ein gutes Angebot gemacht (Kotelett, Bratwurst mit Bratkartoffel für
7.50)und das wurde auch ausgiebig genutzt. Ich hatte kein negatives Feedback
also gehe ich davon aus das alle zufrieden waren.
Nach ausgiebigem Futtern und Trinken musste man sich
die Beine lockern. Das taten auch einige und schauten sich auf dem Hof um.
Sehr schön das hat sich gelohnt.
Nun aber wieder `rauf auf`s Bike. Da einige tanken
mussten erstmal zur nächsten Tanke L
Jetzt ging es Richtung Krempe, Steinburg über die
kleinen Wege und Felder nach Bad Bramstedt.
Jedes Dorf durch das wir fuhren hier aufzuzählen würde
auch zu weit führen. Jedenfalls ging es nun auf der B 206 nach Bockhorn wo
aufgrund des tollen Wetters schon mächtig viel los war.
Einige verabschiedeten sich hier, andere tranken noch
ein Kaffee.
Von hier nach Norderstedt zurück führte uns Achim und
so nach und nach trennte man sich mit lautem Gewinke.
Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole: Von vorne
betrachtet sah der Konvoi sehr gut aus. Alle fuhren sehr diszipliniert und
vernünftig. Alle sind wieder heil angekommen. So macht
es Spaß.
Thomas(ABV)
Hinweis von Achim: Für das Einbauen von Bildern fehlt
mir die Zeit (man könnte auch sagen - keine Lust -)
Sonntagstour mit 1000 Kurven
Mist,
das passt Nie! Das Kurvenende kommt in Superschräglage und mit zuwenig
Straße auf mich zukatapultiert. Noch tiefer…. Schraaaap. Das war der
Seitenständer. Kurze Gedächtnisnotiz für nachher: Federbasis zwei Klicks
höher. Falls es diese nach der Ecke noch gibt. Adrenalin pulsiert durch die
Adern. Immer auf die Linie achten! Der Reifen hält und die nächste Kurve
zoomt sich heran. Zehn Minuten später die Auswertung: Warum hat bei etwas
höherem Tempo Deine Linie nicht mehr gepasst? Der hat gut Reden! Ich bin
froh und stolz auf mich, die tiefste Schräglage meines Lebens hinzulegen und
der erzählt was von Haltungsnoten. Schau Dir mal den Reifen an, möchte ich
entgegensetzen. Aufgerubbelt und Fransen bis zum Rand. Ich schlucke es
runter und höre Bernd weiter zu. Denn heute kann ich viel lernen….
Drei
Stunden davor.
Für so
eine Überschrift steht der leidenschaftliche Motorradfahrer (und Fahrerin
natürlich auch) schon mal etwas eher auf. Die Fahrt zum Treffpunkt verheißt
schon Gutes. Sonntagmorgen kurz nach sechs hat man die Straße für sich und
das etwas Nieseln ignoriert man im Norden sowieso als erhöhte
Luftfeuchtigkeit.
Ich
bin der Erste und langsam rollen meine Mitfahrer dieses morgendlichen
Treffens auf den Hof. Irina und Christian (Straßenmaschine & Chopper),
Später dann noch Bubi mit seinem Dickschiff von Cruiser. Auf geht’s, die
Sonne kommt raus und man fragt sich: „warum nicht öfter um die Zeit?“ Ulla
und Wolfgang (beide Tourer) starteten zeitgleich an anderem Ort.
Noch
ist Zeit und die Motoren bollern bis zum ersten Kaffee auf Autopilot. Kurz
vor acht geht’s offiziell los. Heute steht eine Fahrt an, welche Kurvenspaß
am Limit verspricht. Vor allem ohne störende Mitteilnehmer am Straßenverkehr
(die mit begrenzter Wahrnehmung). Mein erstes Kurventraining. Ich nenne es
im weiteren Verlauf einfach Fahrtraining. Das trifft den Charakter besser.
Sicherheitstrainings mit Brems-, Anhalte-, und Ausweichübungen kennen
viele. Auch mitgemacht haben dort schon einige und der Sinn des Sicheren
Nichteinschlags irgendwo steht außer Frage. Bei diesen Sicherheitstrainings
geht es aber meistens um Situationen, die so ziemlich am Ende auf der
Spaßscala des Motorradfahrens liegen. Unfälle vermeiden. Mitdenken für die
Beschränkten, welche ohne zu schauen die Straße kreuzen und was uns noch so
alles die Freude vermiest. Es geht leider nie so richtig um das
Eigentliche, weshalb ich ein Motorrad habe: Fahren!
Damit
ist der Sinn und Nutzen des heutigen Sonntags auch schon beschrieben. Wie
kann ich meinen Fahrspaß erhöhen? Wo hört selbiger bei mir auf und wie kann
ich besser werden? Also wo klassische Trainingsanbieter aufhören, fängt
heute der Tag an.
Erst
mal werden alle Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt. Von Orange (Krabbelgruppe)
bis Lila (Knieschleifer) soll heute jeder auf seine Kosten kommen und vor
allem an seine Grenzen geführt werden. Eins vorweg: Sie schaffen es auch.
Die Instruktoren/-innen von Sister- Act haben hier ein gutes Auge bewiesen,
auch wenn ich mich bei manchem Turn in die „Tourer- Gruppe“ runtergewünscht
habe. Also sage ich mir immer wieder: „Du musst an Deine Grenzen kommen, um
zu wachsen!“ Insgesamt gab es fünf Gruppen und ein Wechsel in die Gruppe
des eigenen Könnens ist im Laufe des Tages problemlos möglich.
Ort
des Geschehens ist der Heidbergring bei Geestacht. In der Formel 1- Szene
sicherlich völlig unbekannt, bietet dieser Kurs alles was wir brauchen.
Knapp 900 Meter Länge mit verschiedenen Kurvenradien und eine Breite, welche
gut ausgebaute Landstraßen simuliert. Alle Ecken gut zu merken, so das wir
uns schnell nur auf unser Fahren konzentrieren können. Eine familiäre
Atmosphäre und das fehlen jeglicher Rennstreckenattribute, mit Abkleben von
Scheinwerfern und Rennpellen vorwärmen, beruhigen mich, dass es wirklich
ums besser werden auf der Straße geht.
Was
ging mir alles durch den Kopf, als Irina im Forum nach Teilnehmern fragte….:
„Sister- Act. Sicher was für überängstliche, denen erklärt wird, dass ein
Motorrad auch schräg fahren kann…“ und „Ein Kurventraining ist ja ganz nett,
aber brauche ich das wirklich? Schließlich komme ich in den Bergen immer auf
meinen Spaß, wenn nicht gerade ein kleines rotes Auto vor der Kurve bremst…
„.
Dann
die Details: Nur zwölf Minuten pro Stunde fahren und der Rest ist Theorie?
Wollen die uns den Kammschen Kreis selber malen lassen? Im Nachhinein, eine
sehr sinnvolle Zeiteinteilung. Es ist wirklich Arbeit und anstrengend zwölf
Minuten lang am eigenen Limit das Neue Umzusetzen. Die 140 Euro schienen
mir dann ein fairer Kurs, zumal mein Freundlicher selbiges für 160 Euro
anbietet.
Also
Gelegenheit genutzt und nun stehe ich hier und bin bei der Frage: „Wer kennt
den Kurs noch nicht?“ der einzige in meiner Gruppe mit Arm oben. Die
Maschinen in Gruppe lila sind alles bunte Boden-Boden-Raketen mit
Protektorenummantelten Fahrern drauf. Bis auf meiner in freundlichem
Mattschwarz und ich als Einziger in Tourenjacke. Auch in freundlichem
Schwarzleder. Da kam ich mir nicht nur wegen der Motorradmarke etwas
exotisch vor. Das legte sich schnell als raus kam, dass manche von denen vor
acht Wochen oder „in der Werkstatt“ das letzte mal den Luftdruck geprüft
hatten. Und ich setz mich Samstagnacht in die Garage und zähle akribisch
alle Klicks und Klacks an den Federelementen durch.
Als
BU-ler haben wir den Vorteil zu wissen, dass hinter dem Roadcaptain der
ruhigste Platz in der Gruppe ist. Also gleich hinter den Instruktor gehangen
und los. Was nun folgte waren erst mal zehn Minuten gezockel über den
Asphalt. Kurven so weit ausgefahren, das man hätte einen Bus durchwerfen
können. Quer wohlgemerkt. Also alles kein Problem. Auch mit dem Feedback
hielten sich die Instruktoren zurück. Nur das Mantra: „Immer auf die Linie
achten!“ hämmerten sie uns ein. Mit den folgenden Turns erhöhte sich das
Tempo und dann kamen die ersten aha- Erlebnisse. Eine Stunde später Zweifel
ob ich in der richtigen Gruppe bin. Aber die Jungs ließen nicht locker.
Jeder kam zu seinen Runden, in denen er sich von den Profis mit seinem ganz
individuellem Tempo über die Strecke ziehen lassen konnte. Endlich bin ich
mal an mein Limit gefahren und bekam als Belohnung Rückmeldungen zum besser
werden.
Um
nicht nur vom größeren Spaß und stressfreien schräg fahren zu schreiben.
Besser werden heißt für mich, zu erfahren das 10cm weiter außen am Ende der
Kurve lebensrettende Meter auf der eigenen Fahrbahnseite sind. Besser, das
für schneller auch am Lenker anders gearbeitet werden muss. Das ich den
Reifen nicht mit schnöder Schräglage zur Aufgabe zwingen kann und selbst auf
Nässe wesentlich mehr geht, als ich bisher dachte. Ja, auf der letzten Runde
hat uns der Regen eingeholt und testen lassen, unter welchen Eckdaten die
Physik keine Lust mehr auf Fahrspaß hat.
Zum
Verständnis: Auch meine, die Knieschleifergruppe, ist hier alles im dritten
und in den Haarnadeln im zweiten Gang gefahren. Noch so ein Vorteil des
Heidbergringes. Ich kam mir auf der Zielgeraden trotzdem vor wie Rossi mit
Tempo 300.
Bei
den Anderen sah es ähnlich aus. Das Grinsen im Gesicht. Überall kleine
Grüppchen und Einzelgespräche zum Besser werden. Besonders in der
Chopperfraktion waren Verbesserungen sofort zu hören. Am Anfang des Tages
kam aus jeder Kurve das vertraute, kratzende Geräusch von Trittbrett auf
Boden. Später mussten die eine Linie gefunden haben, welche höhere
Geschwindigkeit mit Abriebsarmen Vortrieb ermöglichte. Gerade bei diesen
Maschinen wichtig, weil hier in brenzligen Situationen mal nicht eben noch
etwas weiter in Schräglage gedrückt werden kann. Vielleicht erhöht das auch
nur den Fahrspaß für alle bei unserer nächsten Stammtischausfahrt.
Langweilig war nur die Mittagspause. Danach wurde die Strecke in anderer
Richtung befahren und es bot sich ein völlig Neues Bild von Straße.
Hundekurven wurden zu weit öffnenden Schräglagenorgien und Spitzkehren
blieben in enger Folge eine knifflige Wahl. Mit dem Unterschied, das ich mir
nun selber Bremspunkt, Einlenkpunk, Scheitelpunkt erfahren sollte (und
wollte), damit am Ende nicht die Straße ausgeht.
Gegen
sechs Uhr Abends hatte dann jeder von uns ca. 1000 Kurven gefahren. Ich habe
mehr über mich und meine Maschine gelernt, als auf langer Urlaubstour. Wir
gehen nun mit gestärktem Vertrauen ineinander auf die Straße und wissen
wieder ein Stück mehr über uns.
Allein
der Kurven- Spaß war die Kosten wert und ich kann so ein Fahrtraining
uneingeschränkt empfehlen. Gerade wer wie ich über das wieso unsicher ist,
sollte es probieren. Einerseits meint man, alles im Griff zu haben. Oder das
andere Extrem, es nicht zu brauchen, weil sich das Dickschiff oder der
eigene Fahrstil nicht zum „Kurven-Heizen“ eignen, sind Indizien für einen
potentiellen Teilnehmer. Eine Veranstaltung in der es um das artgerechte
Bewegen eines Motorrades geht. Der Spaß ist mit dem Gelernten immer auf
unserer Seite.
Etwas
Hintergrundinfos, die Ihr auch bei Euren lokalen Anbietern oder dem großen
Gelben bekommt:
Danke
für die Bilder an Irina und den Fotografen vom Heidbergring, Dirk Prestel,
für die freundliche Genehmigung des kostenfreien Abdruckes.
Bis denn
Micha
Bitumenrally 2008
Mittlerweile zum fünften Mal …. Und immer noch
aufgeregt, ob alles klappt startete ich diesmal ziemlich früh zum
Treffpunkt in Norderstedt. Schon beim einbiegen auf den Platz die erste
Erleichterung. Unser lokaler Fernsehsender NOA4 hält den Bikern vom
BU-Stammtisch die Treue und ist trotz prallem Kalender mit dem bekannten
Team schon beim Morgenkaffee.
Kurzes Hallo und nun das Warten, wer sich so alles
einfindet. Innerhalb einer Viertelstunde soll sich die Planung auf zwei
Gruppen als richtig erwiesen haben. Neun* Mitmacher stehen bereit, die
Kamera läuft und los geht’s. Dieses Jahr nach Dithmarschen. Wo ist das
denn, fragen sich vielleicht einige. Keine Sorge, ich mich auch… Die
Anreise ins „Zielgebiet“ war wunderschön, sogar einige Kurven warfen
sich in der Sommersonne unter die Reifen, aber es dauerte doch über eine
Stunde bis die Eider überquert war.
*ein bisschen übertreiben darf man
ja mal
Egal. Nun geht’s los und nach der ersten Kreuzung
machte sich auch schon die Mängelliste der Straßen auf. Kaum losgefahren,
wieder anhalten, Meldebogen, Fotos, … Das Übliche eben. Und die Zeit rennt.
Es ist schon eins und das Krabbenfrühstück in Büsum noch weit entfernt. Als
ob es gehört wurde, war aber nach drei Meldebögen bereits Schluss mit
Pfusch. Dann eben Landschaft genießen und Heimatkunde betreiben. Für mich
als Zugezogenen ist es schon eine Freude, den hier schon immer heimischen,
auch mal was zeigen zu können: Der tiefste Punkt Deutschlands, Das höchste
Windrad Europas, empfohlene Fischlokale in Büsum, …
Sechs Stunden nach dem Start, mit insgesamt 600 km und
sechs Meldebögen mehr in der Datenbank ist diese Bitumen- Rallye eine der
erfreulicheren. Da schmeckte die Erfrischung im neuen Stammtischlokal zur
Abschlussbesprechung besonders gut. Die Nacharbeit bleibt aber die Gleiche.
Bilder sortieren, Brief an den Landrat, Meldebögen kopieren und abheften….
Es hat mal wieder Spaß gemacht.
In drei Wochen geht es nach Fehmarn. Ist
doch schön, da zu wohnen, wo andere Urlaub machen.
Danke an alle Mitmacher!
Micha
Frühschoppen 20. April 2008
Im Jahr 2006 war die Premiere und nun sollte nach
einem Jahr Pause (wegen 5-Jahresfeier) wieder ein Frühschoppen
beim
BU-Stammtisch Norderstedt stattfinden. Gesagt – getan.
Die Nachfragen von so einigen Gästen aus dem Jahr
2006 haben uns in dem Vorhaben bestätigt und animiert, uns für 2008 ins
Zeug zu legen. In diesem Jahr hatten wir riesiges Glück, weil wir uns
wegen einer Liveband nicht erst auf die Suche begeben mussten, da sich
die Rockband „short cut“ (www.short-cut-rocks.de)
direkt dafür beworben hat, für uns und unsere Gäste zu spielen. Da die
Location auch klar war, drehte sich nun alles um die zentralste Frage -
wie immer - der Termin. Auch da hatten wir Glück. Nach entsprechender
Sichtung der offiziellen Termine ergab sich eigentlich nur der
20.04.08 und der sollte es dann auch sein. Unsere Wirtin ‚Hilde’ und die
Rockband ‚short cut’ stimmten dem Termin ohne Vorbehalt zu. Perfekt. Nun
mussten wir eigentlich nur noch ordentlich die Werbetrommel rühren. Nur
womit? Nach einer kurzen Anfrage hat sich sofort Bine (vielen als
Bine-II bekannt) bereit erklärt, ein Plakat bzw. einen Flyer zu
entwerfen. Das nennt man spontane Unterstützung
J Danach lief das Meiste wie
am Schnürchen und fast von allein. Die lokale Presse hat auch
mitgespielt und für den Frühschoppen sogar auf der Titelseite geworben.
Am Sonntag den 20. April war es nun endlich soweit.
Die ersten Gäste kamen bereits gegen 10:00 Uhr. Pünktlich ab 11:00 Uhr
ging es dann Schlag auf Schlag. Ein Bike nach dem anderen rollte auf den
Platz. So füllten sich der Platz und die Location rasend schnell. Um
11:45 waren dann auch der Grill bereit und die zu dem Zeitpunkt
anwesenden ca. 100 Gäste entsprechend hungrig. Nach einer kurzen
Begrüßung und Ansprache vom Stammtischansprechpartner nahm die Party
dann ihren Lauf. Es kamen immer mehr Bikes angerollt und es mischten
sich auch Nicht-Biker unter die Gäste. Alles in allem waren es über die
gesamte Zeit wohl so etwa 170 bis 200 Gäste. ‚Short cut’ rockte was das
Zeug hält (sie würden garantiert auch das Zelt oder die Halle bei der
BU-Jahresrally zum Beben bringen), am Tresen war ordentlich Betrieb
und der Grill wurde geräubert. Überall Benzingespräche, freundliche
Gesichter, Ausgelassenheit, Motorradbegutachtungen, dröhnende Bikes, uvm.
- Das ist Frühschoppen beim
BU-Stammtisch Norderstedt J
-
In der Hoffnung, niemanden dabei zu vergessen, hier
die Gästeliste:
BU-Stammtisch Suderburg, BU-Stammtisch Schleswig,
BU-Stammtisch Vierlande, BU-Stammtisch Plöner See, Motorradstammtisch
Hamburg West, Freebikers Germany, Elbecruiser, Boundless MC, Amun MC, MF
Alveslohe, MF Hemdingen, Intruder Biker Group Nord, Flocho Freunde
Rellingen, Odins Vasallen und IG Nordbiker (die Reihenfolge ist rein
zufällig).
Nach dem Erfolg und den
Besucherzahlen ist es schon jetzt relativ sicher, dass der BU-Stammtisch
Norderstedt auch im nächsten Jahr wieder zum Frühschoppen lädt.
‚Short cut’ hat uns angeboten, auch 2009 wieder
dabei zu sein.
Nächstes Jahr dann in unserer neuen Location.
Achim
Hamburger Motorradtage Januar 2008
Nach ein wenig Hin und Her sollte es nun auch im
Jahr 2008 einen Messeauftritt der Bikerunion e.V., vertreten durch die
BU-Stammtische Norderstedt, Schleswig und Vierlande auf den Hamburger
Motorradtagen (HMT) geben.
Glücklicherweise war es nach bereits einigen
Messeterminen in den vergangenen Jahren möglich, auf eine Menge
Erfahrung und das nötige Equipment zurückgreifen zu können. Das machte
die Planung und Vorbereitung doch sehr viel leichter. Auch in diesem
Jahr hatte uns Burning-out (Wolle) einen beeindruckend großen Stand
(6x4m) zur Verfügung gestellt, den es entsprechend zu gestalten galt.
Über den zu wählenden Farbton für die Gestaltung gab es keine
Diskussionen, es sollte wieder das helle freundliche Schwarz gewählt
werden. Die Wirtin unseres Stammtischlokals hatte uns mal wieder
unterstützt und uns ihren Klapptresen (ist sehr platzsparend zu
transportieren) und ein paar Stehbiertische geliehen. Unser Bubi hatte
wieder seine optisch sehr ansprechenden Lampen und seine Barhocker zur
Verfügung gestellt. Der Hanse-Jamboree e.V., neben dem wir wieder
unseren Messestand hatten, hatte wieder seine auf nunmehr 10m erweiterte
Traverse herangeschleppt und uns damit in der Gestaltung des
Messestandes sehr positiv unterstützt. Das restliche Messe-Equipment und
Deko-Material stammte aus der Asservatenkammer des BU-Stammtisch
Norderstedt.
Der BU-Shop (Anne und Gaby) hatte die Kartons mit
den Messeaccessoires auch rechtzeitig gepackt und auf die Reise
geschickt.
Am Donnerstag hieß es zusammenpacken, aufladen und
um 16:00Uhr Abmarsch zum Messegelände. Schön, wenn man sich auf
BU-Stammtischler/innen wirklich verlassen kann und sie bei Bedarf
ordentlich mit anpacken. Der Aufbau und die Gestaltung des Messestandes
lief wie am Schnürchen und so hatten wir gegen 22:00Uhr das Wesentliche
fertig.
Die restlichen Kleinigkeiten wurden am Freitag
vor der Messeeröffnung erledigt.
Um 12:00Uhr sollte es nun losgehen. Die ersten
Messebesucher strömten in und durch die Hallen und natürlich auch an
unserem Stand vorbei. Irgendwie sollte es am Freitag aber nicht
gelingen, mit den Besuchern so richtig ins Gespräch zu kommen.
Zumindest gelang es uns, ordentlich Werbematerial an die Frau und
den Mann zu bringen. Nachmittags durfte ich gemeinsam mit Torfrocker
dann noch auf die Bühne und die BU vorstellen.
Um 20:00Uhr war Feierabend bzw. Pause. Um
21:00Uhr begann die Händlerparty mit Livemusik, Dosenmucke,
Stripshow und Freibier. Es war eine schöne Party.
Am Samstag war um 07:00Uhr die Nacht zu ende, weil
die Messe um 09:00Uhr wieder losgehen sollte. Der Messetag verging
wie im Fluge. Unser Messestand wurde sehr gut besucht und wir haben
sehr viele gute Gespräche geführt und auch ein neues Mitglied werben
können. Das Interesse der Besucher richtete sich insbesondere auf
die Frage nach den regionalen Stammtischen und reichte von Schleswig
bis Suderburg und von Bremen bis Schwerin. Es haben sich sehr viele
Motorradfahrer/innen geoutet, nicht mehr alleine fahren und
Anschluss suchen zu wollen. Da werden in den kommenden Wochen doch
sicher ein paar neue Gesichter bei den Stammtischen auftauchen.
Der Sonntag lief auch sehr gut und es ging auf
dem Level vom Samstag weiter. Auch an diesem Tag hatte ich einen
kurzen Bühnenauftritt, um die BU vorzustellen. Es wurden nachmittags
zwei neue Mitglieder geworben und wir haben das restliche
Werbematerial verteilt. Von den Accessoires haben wir auch so
einiges für eine entsprechende Mindestspende herausgeben können.
So gegen 17:00Uhr ebbte der Besucherstrom dann aber
doch merklich ab und ab ca. 17:30Uhr begannen die umliegenden Stände und
wir allmählich damit, die ersten Sachen zu packen.
Leider kam kurz vor Messeende noch eine
Hiobsbotschaft – einer der Lastenaufzüge war ausgefallen – na super. Es
drohte ein mächtiges Gedränge vor dem letzten fahrbereiten Aufzug der
Halle zu werden. Erstaunlicherweise blieb das befürchtete Chaos aber
aus.
Auch der Abbau verlief, Dank der vielen helfenden
Hände, reibungslos.
Fazit: Die HMT 2008 war für die BU und für
die BU-Stammtische ein voller Erfolg.